Und damit ein
herzliches Willkommen
zum Bürgerrat Klima!
Montag, 26.04.21

Bürgerrat Klima: Die erste Sitzung

„Und damit ein sehr herzliches Willkommen zum Bürgerrat Klima!“  Mit diesen Worten eröffnete Jacob Birkenhäger, neben Christiane Dienel und Jascha Rohr einer der drei Studio-Moderatoren, letzten Montag die erste Sitzung des Bürgerrat Klima. Zugeschaltet aus ganz Deutschland waren die knapp 160 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Bürgerrat, die in den nächsten Wochen über klimapolitische Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft diskutieren werden. Im Studio auf dem Gelände der Bufa, südlich des Tempelhofer Feldes, steht ihnen dazu ein großes Team für Technik, Moderation und Faktenchecks zur Verfügung.

Der Ehrengast des Abends, Schirmherr Bundespräsident a. D. Horst Köhler, richtete aus dem Studio seine Worte an den Bürgerrat. „Für mich ist Ihr Mitmachen auch ein Zeichen der Zuversicht. (…) Dafür sage ich Ihnen schon jetzt danke, bevor ich die Ergebnisse weiß.“ Köhler machte den Teilnehmenden die Bedeutung des Bürgerrat Klima begreifbar: „Ich denke, der Bürgerrat Klima ist eine doppelte Chance für Deutschland. Er ist eine Chance für die Klimapolitik, auf der Suche nach tragbaren Lösungen voranzukommen. Die Bürger beteiligen sich. Und er ist eine Chance für unsere Demokratie insgesamt. Gegen das verbreitete Gefühl einer Kluft zwischen Regierenden und Regierten setzt der Bürgerrat ein Zeichen des Zutrauens. Ganz normale Bürgerinnen und Bürger wie Sie und ich können sich aktiv an der Lösungssuche beteiligen und damit Entscheidungen ermöglichen, die vielleicht sonst nicht möglich geworden wären.“
„Für mich ist Ihr Mitmachen auch ein Zeichen der Zuversicht. (…) Dafür sage ich Ihnen schon jetzt danke, bevor ich die Ergebnisse weiß.“
Schirmherr Bundespräsident a. D. Horst Köhler
Im Interview machten zwei der Initiatoren des Bürgerrat Klima, Dr. Percy Vogel (Vorstand des Trägervereins BürgerBegehren Klimaschutz) und Dr. Gregor Hagedorn (Scientists for Future, die Ende 2020 einen Bürgerrat Klima gefordert hatten) die Motivation für den Bürgerrat Klima deutlich. Laut Hagedorn besteht eine große Diskrepanz zwischen unserem Wissen und Handeln, die durch eine Blockade zwischen Bürgern und Politikern aufrechterhalten wird. Um diese Blockade zu überwinden, genügten keine Umfragen, es brauche Instrumente wie diesen Bürgerrat. Vogel sieht deshalb im Bürgerrat Klima eine Hilfestellung für die Politik, die im Übergang zu einer neuen Regierungszeit nicht ausgeschlagen werden sollte.

Ein anschaulich animierter Kurzfilm führte in die Problemstellung des Bürgerrat Klima ein – die Einhaltung der Klimaziele des Paris-Abkommens – und verdeutlichte, warum ein halbes Grad Celsius mehr oder weniger auf globaler Ebene einen großen Unterschied für Mensch und Natur machen.

In 12 Sitzungen werden die Teilnehmenden gemeinsame Zukunftsbilder erarbeiten und sich in vier Gruppen mit den Handlungsfeldern Mobilität, Gebäude und Wärme, Energie sowie Ernährung befassen. Zwischendurch tauschen sich die Gruppen immer wieder aus, um das Gesamtziel im Blick zu behalten: die gesamtgesellschaftliche Transformation. Die eigentlichen Diskussionen finden in Tischgruppen von 8 bis 9 Personen statt. Hier entstehen die eigentlichen Empfehlungen, die sich wiederum an gemeinsam aufgestellten Leitsätzen orientieren.
Damit neben all der Arbeit die menschliche Begegnung auch im digitalen Raum nicht zu kurz kommt, wird jede Arbeitseinheit mit einer kurzen „Reflexionsgruppe“ beginnen, zufällig zusammengestellten Kleingruppen für den persönlichen Austausch. Die erste Frage am Montag lautete: Was hat mich überzeugt am Bürgerrat Klima teilzunehmen und welche Erwartungen habe ich? Nach der Reflexionspause erzählen die Teilnehmenden von ihren Gesprächen – und so werden die ersten Stimmen aus dem Bürgerrat hörbar.

Um in das eigentliche Thema einzuführen, war per Bildschirm der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Stefan Rahmstorf zugeschaltet, der dem Bürgerrat die Herausforderungen des menschengemachten Klimawandels deutlich machte.

Die vielen Nachfragen und Beiträge, die viele Facetten der klimapolitischen Herausforderungen angesprochen haben, haben bereits Montag gezeigt, wie gewinnbringend es ist, Bürgerinnen und Bürger in den Diskussionen um unsere gemeinsame Zukunft zu beteiligen. Dies wurde im Interview von Charlotte Felthöfer bestätigt, einer Teilnehmerin des Bürgerrats „Deutschlands Rolle in der Welt“, der in den ersten Monaten des Jahres tagte. Felthöfer berichtet, dass das Thema Klima auch dort schon eine wichtige Rolle gespielt hatte. Ihrer Erfahrung nach könne man in einem Bürgerrat man deutlich konsensorientierter arbeiten, als das in der Politik möglich ist.

Wir sind gespannt auf die kommenden Sitzungen!

Hier gibt es die komplette Veranstaltung zum Nachschauen:
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